Regionale und saisonale Lebensmittel – eine Lebensweise die sich auszahlt

Das Thema rund um regionale und saisonale Produkte wird heutzutage immer wichtiger. Nicht nur, dass die Leute wieder ein besseres Gesundheitsbewusstsein und somit auch ein besseres Bewusstsein für die Ernährung entwickelt haben, vor allem bedeutet regional einzukaufen auch, etwas für den Klimaschutz zu tun. Doch Vorsicht ist geboten: saisonal ist nicht gleich regional. Denn auf irgendeinem Erdteil hat bestimmt irgendeine Obst- oder Gemüsesorte Saison, die dann nach Österreich gebracht werden kann. Aus diesem Grund ist es besser, besonders auf Regionalität zu achten, womit auch die Saisonalität einhergeht. Der Artikel bietet einige Gründe um regional und somit saisonal einzukaufen und stellt im Anschluss einige der Kärntner Spezialitäten vor.

Gemüse am Bauernmarkt in Wien

Warum regional und saisonal einkaufen?

Zum einen werden viele Obst- und Gemüsesorten die einen langen Transportweg auf sich nehmen müssen, meist unreif geerntet, weil sie sonst bei der Ankunft bereits verfault sind. Viele Obstsorten wie Erdbeeren, Kirschen oder Trauben die nicht nachreifende Früchte sind, haben somit das typische Aroma und auch die ausreichenden Vitamine, einer voll reifen Frucht nicht entwickelt. Des Weiteren werden die meisten Obst- und Gemüsesorten für die langen Transportwege, aber auch damit die Früchte in den Gewächshäusern überleben können, voll mit Pestiziden und Schimmelmittel besprüht. Das alles landet in unserem Körper – auch wenn wir die Lebensmittel vor dem Verzehr gründlich waschen. Es werden immer Reste bleiben, die wir aufnehmen und somit zu Allergien und Unverträglichkeiten führen können.
Ein weiterer Punkt ist, dass durch den Kauf von regionalen Produkten auch die einheimischen Erzeuger und Betriebe unterstützt werden. Denn die großen Massenproduzenten können um ein Vielfaches billiger produzieren, als die regionalen Erzeuger. Natürlich, wer greift nicht gerne zu den 50 Cent Äpfeln anstatt für einen Kilo 2 Euro zu bezahlen? Aber ist es das wirklich wert? Wollen wir wirklich unseren Körpern all diese Schadstoffe antun? Wollen wir wirklich sehen, wie die Bauern langsam aussterben, weil sie aufgrund der Massenproduzenten nicht mehr mithalten und somit nicht überleben können? Ist es wirklich nötig, die Erdbeeren im Dezember essen zu müssen, wenn sie doch bei uns im Juni wieder wachsen? Ganz zu schweigen davon, dass die im Winter meist gar nicht schmecken. Aus diesen Gründen ist es wichtig, sich dessen wieder bewusst zu werden und bewusst auf eine regionale und saisonale Ernährung zu achten.

Reife Erdbeeren

Kärntner Spezialitäten

Ich selbst komme aus Kärnten und genieße jedes Mal die Köstlichkeiten, die dieses Land zu bieten hat. Die Kärntner Küche ist eine so vielfältige. Von milden und würzigen Käsesorten, über Würste, Speck, frisches Brot. Vor allem die Kärntner Spezialitäten, die diese Küche auszeichnen, sind für mich nicht wegzudenken. Beispielsweise die Kärntner Kasnudeln, gefüllt mit Topfen und Erdäpfel, der Kärntner Reindling, ein Gebäck aus Germteig gefüllt mit Zucker, Zimt, Butter und Rosinen oder auch die Kärntner Kirchtagssuppe die eine ganz besondere Köstlichkeit darstellt und, wie schon gesagt, besonders zur Kirchtagszeit serviert wird. Das Lesachtaler Brot wurde sogar noch der UNESCO zum kulturellen Erbe ausgezeichnet. Doch nicht nur das, auch die vielen Obst- und Gemüsesorten, die über das ganze Jahr verteilt wachsen und zu leckeren Marmeladen und Chutneys verarbeitet werden, sind eine Kostprobe wert. Also wozu Erdbeeren im Dezember oder Mangos aus Peru, wenn wir so viele Köstlichkeiten direkt vor unserer Haustüre haben? Außerdem ist es doch viel schöner zu wissen, von wem die Lebensmittel stammen, mit denen wir eines unserer wichtigsten Bedürfnisse stillen. Wer sich schlussendlich genauer mit diesem Thema beschäftigt, wird feststellen, wie vielfältig eine regionale Ernährung ist und dass es gar nicht notwendig ist, Obst oder Gemüse von überall aus der Welt zu konsumieren.

Mmmhm… Kärntner Kasnudeln