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Für mich war die Zeit des Schrödinger Stipendiums an
der London School of Economics hart. Ich hatte 2 Jahre vorher mein
Doktorat beendet und interessierte mich für das Studium der
Verhandlungstheorie. An der London School of Economics lehrte Ken
Binmore in den 1980er Jahren Verhandlungstheorie. Er war einer der
international angesehensten Spieltheoretiker und ich bin vor allem
seinetwegen an die LSE gegangen. Gleich am Anfang musste ich aber
zu meiner Enttäuschung feststellen, dass Binmore 1988/89 auf
sabattical in den USA war.
Da ich nur als Post-Doktorand und nicht als Doktorand an der LSE
war, hatte ich auch weniger Zugang zu den Professoren. Ich fühlte
mich also ziemlich allein und "klein" unter all den Geistesgrössen
an der LSE. Allerdings lernte ich in diesem Jahr Klaus Schmidt kennen,
der dann später Professor für Volkswirtschaftslehre in
München wurde. Ohne diese Bekanntschaft hätten wir nie
unsere gemeinsame Arbeit zu "A theory of fairness, competition
and cooperation" geschrieben. Dieser Aufsatz erschien 1999
im Quarterly Journal of Economics und gehört zu den international
meistzitierten Aufsätzen in den Wirtschaftswissenschaften,
die seit 1999 publiziert wurden.
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