| Mit dem Schrödinger-Stipendium
J0378-MED und J0511-MED wurde mir mein erster Forschungsaufenthalt
im Ausland ermöglicht. Ausgehend von dem sehr praxisnahen Thema
"Ursachen der Malabsorption von fettlöslichen Vitaminen
bei Patienten mit exokriner Pankreasinsuffizienz im Kindes- und Jugendalter",
das mich zwei Jahre lang beschäftigte, konnte ich mich immer
tiefer in das Forschungsgebiet von Antioxidantien und oxidativem Stress
einarbeiten und in der Folge, durch weitere Stipendien und Drittmittel
finanziert, dieses Forschungsgebiet durch eine Reihe innovativer Interventionsstudien
an der Univ.-Kinderklinik Zürich ausbauen.
Diese Arbeiten sind alle in hochrangigen wissenschaftlichen Zeitschriften
publiziert und erhielten eine Reihe hochdotierter Wissenschaftspreise,
u.a. den Hermes Vitaminpreis für die beste Arbeit auf dem Gebiet
der Vitamin E-Forschung, der mit DM 15.000 dotiert war. Darüberhinaus
haben die Ergebnisse auch Eingang in die klinische Routinebehandlung
von Patienten mit Cystischer Fibrose gefunden. Nach meiner Rückkehr
nach Graz habe ich mich auf dem Gebiet des Antioxidantienmangels
bei Patienten mit Cystischer Fibrose im Fach Kinder- und Jugendheilkunde
habilitiert.
Es war auch in Zürich, von wo aus ich die erste Kopperation
mit Herrn Prof. Hermann Esterbauer vom Institut für Biochemie
der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens Universität,
den ich bis dahin nicht kannte, initiieren konnte. Prof. Esterbauer
war es auch, der mich nach 7 ½-jährigem Auslandsaufenthalt
mit Beginn des Jahres 1997 aus den USA nach Graz zurückholte
- allerdings wollte es das Schicksal nicht, dass diese Zusammenarbeit
fortgesetzt werden konnte: Herr Prof. Esterbauer verstarb an meinem
ersten Arbeitstag im Institut.
Seither konnte ich eine eigenständige Arbeitsgruppe am Institut
für Biochemie (jetzt Institut für Molekulare Biowissenschaften)
aufbauen, die sich mit Humanernährung mit Schwerpunkt Antioxidantien
und oxidativem Stress befasst.
Die Ergebnisse der Arbeit mit den Patienten mit Cystischer Fibrose,
v.a. die klinischen Aspekte der Evaluierung und Verbesserung des
Ernährungszustandes, bilden eine praxisbezogene anschauliche
Grundlage meiner seit der Verleihung der Venia durchgeführten
Lehrveranstaltungen an der Medizinischen Universität Graz.
Mit meinem Mentor an der Univ.-Kinderklinik Zürich, Herrn
Prof. David H. Shmerling, bin ich immer noch in Kontakt. Er ist
seit seiner Emeritierung an einem Weiterbildungsprogramm in Armenien
engagiert und wir diskutieren gerade eine Vernetzung im Rahmen des
Human Nutrition & Metabolism Research and Training Centers (HNMRC)
Graz, das ich seit Beginn des Jahres 2005 leite.
So schliesst sich ein Kreis, der durch das Schrödinger-Stipendium
1989 gestartet wurde und sicher allen Beteiligten in positiver Erinnerung
bleiben wird.
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