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Beispielhafte Schrödinger-Karrieren
| Erinnerungen
an das Schrödinger-Stipendium |
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Das Schrödinger Stipendium wurde
bewilligt, als ich mich im 4. Jahr meiner 6jährigen Weiterbildung
zur Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie befand. Es
war zuerst für 1 Jahr ausgelegt, wurde jedoch für ein weiteres
halbes Jahr verlängert, sodass ich insgesamt 1,5 Jahre in den
USA verbringen konnte.
Es hat mir die Möglichkeit gegeben, mit einem der weltweit führenden
Wissenschaftler im Bereich der Essstörungen - Prof. James E.
Mitchell - zusammenzuarbeiten. Es war eine der produktivsten und wissenschaftlich
interessantesten Zeiten meines Arbeitslebens.
Nach meiner Rückkehr nach Wien habe ich zuerst meine Facharztweiterbildung
beendet um dann an der Psychiatrischen Universitätsklinik in
Wien einen klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkt zum Thema
Essstörungen aufzubauen. Aufgrund meiner wissenschaftlichen Tätigkeit
in Minneapolis konnte ich in Wien schnell habilitieren, bereits mit
33 Jahren.
Es ist damals eine bis heute bestehende Kooperation mit dem amerikanischen
Forscherteam entstanden die dazu geführt hat, dass ich vom 1.9.2001
bis zum 12.12.2002 nochmals für 1,5 Jahre im Team von Prof. Mitchell
mitarbeiten durfte. Diesmal wurde mein Aufenthalt von der dortigen
Forschungsstelle bezahlt. |
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| Was
mache ich heute |
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Seit Januar 2003 leite ich als C3-Professorin
die selbstständige Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie
am Universitätsklinikum Erlangen an der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg.
Besonders stolz bin ich darauf, dass ich es als Frau geschafft habe,
einen Ruf auf eine Professur zu erhalten. Im Bereich der klinischen
Medizin beträgt der Anteil der Professorinnen in Deutschland
weniger als 4%.
Als Frauenbeauftragten der Universität ist es mir ein großes
Anliegen, Wissenschafterinnen zu motivieren Leitungspositionen anzustreben. |
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| Persönliches
/ Mein "Credo" |
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Der durch das Schrödinger Stipendium
ermöglichte Forschungsaufenthalt in Minneapolis an der University
of Minnesota hat den Grundstein für meine weitere Karriere gelegt
und meine Horizont in vielerlei Hinsicht erweitert.
Meine Berufung auf eine Professorinnen-Stelle in Deutschland wäre
ohne diesen Forschungsaufenthalt mit großer Wahrscheinlichkeit
nicht zustande gekommen. |
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