| Ich bin Professorin an der Wirtschaftsuniversität
Wien, am Institut für Englische Wirtschaftskommunikation; seit
Juli 2005 auch Institutsvorstand. Meine Schwerpunkte in Lehre und
Forschung sind Marketing- und Unternehmenskommunikation; in Theorie
und Methodik bin ich in der Diskursanalyse und der Korpuslinguistik
verankert. Thematisch gilt mein Interesse in der letzten Zeit der
Außenkommunikation von Universitäten und dem "interdiscursive
alignment" zwischen dem kommerziellen Sektor und dem Nonprofit-Bereich.
Letzteres hat mich auch dazu geführt, assoziiertes Mitglied im
NPO-Forschungsinstitut der WU zu werden.
Neben der Lehre im Regelstudium mache ich noch zweimal im Jahr
mit den Nachwuchswissenschaftler/inne/n der WU Englisch-Training
und halte für die Mitarbeiter/innen der Verwaltung Workshops
im "Kundenorientierten Kommunikationsdesign". Auch mein
Konzept zur Neugestaltung der WU-Stellenanzeigen (das WU-intern
auch prämiert wurde) gehört zu meinen Versuchen, in einem
betriebswirtschaftlich-ökonomisch dominierten Umfeld die praktische
Relevanz von Kommunikationsanalyse und -optimierung unter Beweis
zu stellen.
Nach der vierjährigen Amtszeit als Vizerektorin der WU (1998-2002)
habe ich nun, so nach und nach, die in dieser Zeit zwangsläufig
vernachlässigte Forschungstätigkeit wieder aufgeholt.
Die ersten Publikationsfrüchte, die in den beiden - ebenfalls
in Großbritannien verbrachten - Forschungsfreisemestern entstanden
sind, sind in den letzten Monaten erschienen. Zu einigen weiteren
Projekten habe ich mich bereits verpflichtet; so müssen in
den nächsten 12 Monaten zwei Handbuchartikel, mehrere Konferenzvorträge
und ein journal paper entstehen.
Dazu kommen zahlreiche Organisations- und Führungsaufgaben,
die heutzutage unweigerlich Bestandteil des Tätigkeitsprofils
von Universitätsprofessor/inn/en sind und die sich im Alltag
als massive "Zeitfresser" - meist in direkter Konkurrenz
zur Forschung - erweisen. Wirklich vorbereitet ist man als Wissenschaftler/in
auf die Management-Seiten des Professorendaseins nicht. Also heißt
es learning on the job, Nützen von Weiterbildungs- und Coachingangeboten
und, in meinem konkreten Fall, der Rückgriff auf die wertvollen
Erfahrungen aus dem Uni-Management.
Mein Terminkalender ist daher randvoll und die Freizeit sehr knapp
- aber wenn man seinen Traumjob ausüben darf, lässt sich
das gut aushalten.
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