| Als ich im August 1995 im Flugzeug
nach San Francisco, Kalifornien saß, hatte ich ein flaues Gefühl
im Magen, was mich wohl erwarten würde. Aber dann ging alles
sehr rasch und teilweise einfacher als ich dachte. Mit dem Bus (damals
um einen Dollar) vom Flughafen ins Hotel, am nächsten Tag das
Forschungsinstitut (Knowledge System Laboratory - KSL - Stanford University)
besucht, gleich darauf auf Wohnungssuche, usw.
Die Aufnahme von den KollegInnen und der Projektleiterin Prof.
Barbara Hayes-Roth war sehr offen und einladend. Gut war es, dass
ich den wissenschaftlichen Kontakt mit einigen KollegInnen des KSL
und der Stanford Universität bereits einige Zeit vor meiner
Abreise aufgebaut hatte - das hat den Start sehr erleichtert.
Die inhaltliche Arbeit und die Zusammenarbeit mit den KollegInnen
vorort war sehr, sehr spannend. Es gab mir die Möglichkeit
neue Ideen zu entwicklen, Forschungsfragen genauer zu diskutieren,
gemeinsame wissenschaftliche Artikel zu schreiben, verschiedene
Vorträge zu halten und zu hören und namhafte Persönlichkeiten
aus meinem Fachgebiet zu treffen. Und es mündete in eine langjährige
Projektzusammenarbeit, die noch immer nach fast 10 Jahren anhält.
Der Grundstein dafür war das Schrödinger-Stipendium.
Ich habe auch einige Lehrveranstaltungen besucht. Das war neben
interessanten Inhalten auch eine sehr gute Möglichkeit das
amerikanische Universitätssystem besser kennen zu lernen.
Das alltägliche Leben in Kalifornien war nicht immer so leicht
wie es das Fernsehen nahe legt. Aus der Ferne wurden die vielen
positiven Aspekte des Lebens in Österreichs sichtbarer.
Meinen Forschungsaufenhalt habe ich mit einer sehr schönen,
drei-wöchigen Fahrt auf der Route 66, und zwar von Los Angeles
nach Chicago (also entgegengesetzt zur üblichen Richtung) im
September 1996 beendet.
Es war eine großartige Zeit, die mir viele Türen zu
meinem zukünftigen wissenschaftlichen Werdegang geöffnet
hat. Ich danke dem FWF, dass ich diese Möglichkeit bekommen
habe.
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